VDG-Branchenbarometer

Mai 2026


Branchenbarometer Mai 2026 – Frequenz fehlt, Bon stützt

Der Mai gilt in vielen Betrieben als Schaufenster-Monat der Saison – und genau entsprechend „breit“ fällt das Bild im Branchenbarometer aus. Zusammengestellt wurde die Auswertung durch unseren VDG-Berater Stefan Lange – zugleich VDG-ERFA-Gruppen-Leiter. Im Vorjahresvergleich (Mai 2026 zu Mai 2025) liegt der Monatsumsatz -3,17% unter Vorjahr, bei gleichzeitig deutlich weniger Kundenkontakten (-7,56%). Der Durchschnittsbon wirkt dagegen stabilisierend: Umsatz je Kunde +4,75%. Das Branchenbarometer zeigt damit einen Mai, in dem das Ergebnis in erster Linie über fehlende Kundenfrequenz geprägt wurde – nicht über einen schwachen Einkauf je Kunde.

Kumuliert bis einschließlich Mai setzt sich dieses Muster fort: Auch im laufenden Jahr 2026 gegenüber 2025 liegt der Umsatz insgesamt unter Vorjahr, und die Kundenzahl bleibt ebenfalls zurück. Inhaltlich passt dazu die von Stefan Lange beschriebene uneinheitliche Lage: Es gibt Betriebe mit klaren Zuwächsen und andere mit zweistelligen Rückgängen; ein sauberer regionaler Trend lässt sich daraus nicht ableiten. Gleichzeitig verweist Stefan darauf, dass positive Meldungen häufiger aus dem Norden und Osten kommen. Wetterseitig reichte die Spanne von einer kühlen Phase rund um die Eisheiligen bis zu einem sommerlichen Ausklang. Bemerkenswert: Der in den letzten beiden Jahren häufig beobachtete Einbruch nach Muttertag blieb dieses Mal insgesamt aus – dennoch fehlte unter dem Strich Umsatz, vor allem weil Frequenz nicht in der erwarteten Breite kam.

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In den Größenklassen zeigt sich im Mai kein „anderer Markt“, aber Nuancen: Bei den großen Betrieben fällt der Rückgang im Monatsumsatz tendenziell etwas geringer aus als bei kleinen und mittleren, während die Kundenfrequenz in allen Klassen deutlich unter Vorjahr liegt. Kumuliert bis Mai stehen die kleineren Betriebe näher am Vorjahr als mittlere und große Einheiten; auch hier bleibt die Frequenz die gemeinsame Bremse.

Ein Blick in die Warengruppen unterstreicht, dass die Pflanzenwarengruppen im Mai den Takt vorgeben. Beet- und Balkonpflanzen sind dabei die mit Abstand größte Gruppe und liegen im Mai praktisch auf Vorjahresniveau. Baumschule bleibt ebenfalls nahe am Vorjahr. Stauden und Wasserpflanzen setzen einen positiven Akzent. Gleichzeitig zeigt sich bei Zimmerpflanzen ein spürbarer Rückgang.

Im Jahresverlauf bis Mai bleibt das Bild differenziert: Stauden entwickeln sich kumuliert positiv, während mehrere ergänzende Pflanzensegmente und begleitende Kaufanlässe unter Vorjahr liegen.
In den Warengruppen Substrate (Torf/Erde) und Dünger sticht hervor – dass beide im Mai unter Vorjahr bleiben, und auch kumuliert bis Mai zeigen sie rückläufige Tendenzen.

Als Zusatzinformation lohnt der Blick auf Ausreißer: Im Mai fällt Pflanzenschutz mit einem besonders starken Minus auf (bei zugleich geringem Umsatzanteil), während Blumenzwiebeln zwar deutlich zulegen, insgesamt aber nur einen sehr kleinen Anteil am Monatsumsatz haben

Zur Kalenderlage ergänzt Stefan Lange: Gegenüber 2025 standen zwei Verkaufstage weniger zur Verfügung; gleichzeitig gab es fünf statt vier Sonntage, was Betrieben mit Sonntagsöffnung zusätzliche Chancen eröffnete. Und: Erste Rückmeldungen aus den Datenmeldungen deuten auf eine freundlichere erste Juniwoche hin, was Hoffnung auf einen versöhnlicheren Abschluss des erste Halbjahrs macht.

Wenn Sie beim monatlichen Branchenvergleich künftig (noch) mit dabei sein möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter verband@garten-center.de.

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