VDG-Branchenbarometer 2025


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Stabilität in bewegten Zeiten

Das VDG-Branchenbarometer 2025 basiert auf den Auswertungen unseres Beraters Stefan Lange, der monatlich die Kennzahlen von über 90 Fachgartencentern bundesweit analysiert – von kleineren Betrieben bis hin zu großen Unternehmensstrukturen. Die Ergebnisse liefern damit ein belastbares, praxisnahes Bild der wirtschaftlichen Entwicklung der Branche im Vergleich zum Vorjahr.

Gesamtentwicklung: leichtes Minus, hohe Widerstandsfähigkeit.
Im Jahresvergleich zu 2024 schließt das Branchenbarometer 2025 mit einer nahezu ausgeglichenen Umsatzentwicklung (-0,7 %) ab. Die Kundenfrequenz lag rund 1,4 % unter dem Vorjahr. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung anderer Einzelhandelsbranchen ist dieses Ergebnis als stabile Marktbehauptung zu bewerten.Auffällig bleibt der Trend der letzten Jahre: Der Durchschnittsbon stieg erneut leicht an. Besonders kleinere Betriebe konnten hier mit rund +2 % sogar überdurchschnittlich zulegen. Das zeigt: Die Kundschaft kommt selektiver – ist aber weiterhin bereit, für passende Sortimente und gute Einkaufserlebnisse Geld auszugeben.


Pflanzen: kein Wachstumsjahr, aber tragende Säule
2025 lässt sich mit Blick auf die Sortimentsentwicklung klar als „kein Jahr der Pflanze“ einordnen. Die zentralen Pflanzengruppen – Baumschule, Beet- und Balkonpflanzen sowie Zimmerpflanzen – lagen zum Jahresende zwischen zwei und vier Prozent unter dem Niveau von 2024. Auch begleitende Sortimente wie Gefäße und Zubehör spürten diese Entwicklung.

Gleichzeitig zeigt der Vergleich: Pflanzen bleiben der entscheidende Stabilitätsfaktor der Garten-Center. Besonders das Staudensortiment konnte nahezu auf Vorjahresniveau abschließen und erwies sich damit als vergleichsweise robust. Die Zahlen unterstreichen, dass langfristig orientierte, erklärungsbedürftige Pflanzensortimente weniger volatil sind als stark wetter- oder impulsgesteuerte Warengruppen.

Saisonverlauf: früher Start, frühes Nachlassen
Wie bereits 2024 zeigte sich auch 2025 ein markantes Muster im Saisonverlauf. Ein früher, sehr starker Start wurde vielerorts von einem deutlichen Einbruch nach Muttertag abgelöst. Der Vergleich beider Jahre macht deutlich: Die Saison beginnt immer früher, während die Nachkaufphase im Frühsommer kürzer und schwächer ausfällt.Erfolgreich waren vor allem jene Betriebe, die zum Saisonauftakt eine hohe Warenverfügbarkeit sicherstellen konnten und flexibel auf Nachfrage reagierten. 2025 war damit erneut ein Jahr, in dem nicht der Markt an sich entschied, sondern die operative Stärke und Reaktionsfähigkeit der einzelnen Garten-Center.

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