VDG-Branchenbarometer Januar 2026 - Verhaltener Jahresauftakt mit regionalen Unterschieden

Das aktuelle VDG-Branchenbarometer basiert auf der Auswertung unseres Beraters Stefan Lange, der die Kennzahlen von über 90 Fachgartencentern bundesweit zusammenführt. Der Januar 2026 zeigt dabei ein typisches, jedoch regional sehr unterschiedliches Bild, das stark von den Witterungsverhältnissen geprägt war.

Umsatz leicht unter Vorjahr, Frequenz schwächer

Im Vergleich zum Januar 2025 lag der Umsatz branchenweit um 2,5 % unter dem Vorjahr, während die Kundenfrequenz um rund 5,6 % zurückging. Gleichzeitig stieg der Durchschnittsbon um 3,2 % auf knapp 30 Euro.

Damit zeigt sich ein bekanntes Muster: Weniger Kunden besuchten die Betriebe, gaben dafür im Durchschnitt etwas mehr Geld pro Einkauf aus.Die Entwicklung fiel regional sehr unterschiedlich aus. In kälteren Regionen blieb die Nachfrage teilweise deutlich verhaltener, während andere Standorte stabiler in das Jahr starten konnten.

money-g4920b0dbe_1920.jpg


Pflanzensortimente mit schwachem Start.

Die klassischen Pflanzengruppen entwickelten sich im Januar insgesamt unter Vorjahresniveau

  • Baumschulware lag rund 26 % unter Vorjahr.
  • Stauden und Wasserpflanzen etwa 8 % darunter.
  • Beet- und Balkonpflanzen rund 9,5 % unter Vorjahr.

    Auch die Topfpflanzen blieben unter dem Vorjahreswert, stellten jedoch zusammen mit der Gastronomie mit jeweils rund 19 % Umsatzanteil die wichtigsten Warengruppen des Monats. Gerade in den Wintermonaten bleiben diese Bereiche damit ein verlässlicher Bestandteil des Umsatzes.

Positive Impulse aus ergänzenden Sortimenten

Einige Sortimente entwickelten sich im Januar stabil oder leicht positiv.
So legten beispielsweise Trocken- und Seidenblumen um gut 4 % zu, ebenso konnten Textilien und Saisonartikel zulegen. Auch die Gastronomie verzeichnete ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklungen zeigen, dass in frequenzschwächeren Monaten insbesondere ergänzende und anlassbezogene Sortimente zum Umsatz beitragen können.

Einordnung

Der Januar bestätigt insgesamt ein eher ruhiges, stark witterungsabhängiges Bild zum Jahresauftakt. Während die Kundenfrequenz unter dem Vorjahr blieb, zeigte sich die Kaufbereitschaft pro Kunde stabil bis leicht verbessert.
Mit Blick auf die kommenden Wochen wird entscheidend sein, wie sich die Nachfrage in den Pflanzensortimenten mit milderen Temperaturen entwickelt und ob sich daraus neue Impulse für die Saison ergeben.

Zum Seitenanfang