Pflanztöpfe und EU-Verpackungsverordnung (PPWR):
Aktueller Stand und unsere Position


Das Thema Pflanztöpfe und EU-Verpackungsrecht gewinnt aktuell deutlich an Bedeutung. Hintergrund ist die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit 2025 gilt und ab August 2026 angewendet wird. In diesem Zusammenhang plant die EU-Kommission offenbar eine Auslegung, die für Gartenbau- und Handelsbetriebe erhebliche Folgen haben könnte.

Nach derzeitigen Informationen soll klargestellt werden, dass Blumentöpfe mit Pflanzen künftig als Verpackungen gelten sollen, wenn sie gemeinsam mit der Pflanze an den Endkunden verkauft werden. Damit würden Pflanztöpfe nicht mehr nur als Produktions- oder Kulturbestandteil betrachtet, sondern als Verpackung im rechtlichen Sinn – mit möglichen Pflichten etwa bei Kennzeichnung, Registrierung und Beteiligung an Rücknahmesystemen.

Diese geplante Auslegung halten wir für fachlich problematisch und praxisfern. Der Anhang der PPWR enthält weiterhin klare Hinweise darauf, dass Blumentöpfe mit Pflanzen grundsätzlich keine Verpackungen sind. Eine pauschale Einstufung würde diese Abgrenzung aushebeln und zu zusätzlicher Bürokratie, steigenden Kosten und erheblichem Mehraufwand für Betriebe führen – ohne erkennbaren ökologischen Mehrwert.

Wichtig ist: Aktuell handelt es sich um eine angekündigte Auslegung der EU-Kommission, nicht um eine bereits verbindlich veröffentlichte Regelung. Die Kommission hat angekündigt, ihre Sichtweise Anfang 2026 offiziell vorzulegen. Erst dann wird Klarheit darüber bestehen, wie weitreichend und verbindlich diese Einstufung tatsächlich sein wird.

Wir verfolgen diese Entwicklung sehr aufmerksam. Wir bringen unsere Position aktiv ein, stehen im Austausch mit anderen Akteuren der Branche und setzen uns entschieden dafür ein, dass praxistaugliche, rechtssichere und verhältnismäßige Lösungen gefunden werden. Unser Ziel ist klar: keine zusätzliche Belastung für Gartenbaubetriebe und Garten-Center durch eine sachlich nicht gerechtfertigte Ausweitung des Verpackungsrechts.

Über den weiteren Verlauf halten wir Sie selbstverständlich informiert

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