Branchenbarometer August 2026


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Branchenbarometer: Pflanzenumsätze mit Lichtblicken – doch Topfpflanzen bremsen die Entwicklung

Unser Berater Dipl.-Kfm. Stefan Lange wertet monatlich die Zahlen unserer Mitgliedsbetriebe aus und erstellt daraus das VDG-Branchenbarometer. Die aktuelle Auswertung zeigt, wie sich die Gartencenterbranche im August und im bisherigen Jahresverlauf entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Pflanzenwarengruppen – denn sie prägen Umsatz, Frequenz und Profil der Gartencenter.

Insgesamt zeigt sich der August nahezu auf Vorjahresniveau. Das laufende Jahr bleibt dennoch leicht hinter dem Vorjahr zurück. Weniger Kunden werden teilweise dadurch aufgefangen, dass der einzelne Einkauf wertvoller ausfällt.

+1,7 % Umsatz je Kunde im bisherigen Jahresverlauf


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Bei den Pflanzen zeigt sich ein differenziertes Bild. Besonders erfreulich entwickeln sich Stauden und Wasserpflanzen. Sie konnten im August zulegen und gehören auch im bisherigen Jahresverlauf zu den stärkeren Pflanzengruppen. Das zeigt: Pflanzen, die mit dauerhafter Gartenwirkung, Gestaltungsideen und konkreten Lösungen verbunden werden, bieten weiterhin gute Verkaufschancen. Für inhabergeführte Gartencenter liegt hier eine klare Möglichkeit, Beratung und Sortimentskompetenz sichtbar auszuspielen.

Die Baumschule entwickelt sich dagegen eher verhalten. Im August lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert; auch im bisherigen Jahresverlauf bleibt die Warengruppe etwas zurück. Gleichzeitig gehört die Baumschule weiterhin zu den bedeutenden Umsatzträgern. Eine gute Präsentation, anschauliche Pflanzbeispiele und eine überzeugende Beratung zu Standort, Pflege und jahreszeitlichem Nutzen können deshalb entscheidend sein, um Kaufimpulse zu setzen.
Bei den Beet- und Balkonpflanzen einschließlich Gemüsepflanzen verlief der August schwächer als im Vorjahr. Im Jahresverlauf zeigt sich die Warengruppe jedoch deutlich stabiler. Innerhalb dieses Sortiments entwickeln sich Kräuter-, Gemüse- und Gewürzpflanzen erfreulicher als das übrige Segment. Das spricht für die anhaltende Bedeutung von Nutzpflanzen und genussorientierten Sortimenten – gerade dann, wenn sie mit einfachen Anwendungsideen und konkreten Pflanzerfolgen verbunden werden.

Deutlich herausfordernder bleibt die Entwicklung bei den Topfpflanzen. Sowohl blühende als auch grüne Zimmerpflanzen liegen unter dem Vorjahresniveau. Besonders die blühenden Topfpflanzen stehen unter Druck, während sich grüne Zimmerpflanzen vergleichsweise robuster zeigen. Für die Gartencenter kommt es daher darauf an, Zimmerpflanzen stärker über Wohnideen, Pflegeleichtigkeit, Geschenk-Anlässe und passende Gefäße zu vermarkten. So kann aus einem einzelnen Pflanzenkauf ein attraktiverer Warenkorb entstehen.

Insgesamt ist 2026 bislang ein Jahr mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Es ist herausfordernd, gerade mit Blick auf die ständig steigenden Kosten.

Die Pflanzenbranche bietet weiterhin Chancen, aber nicht jede Warengruppe entwickelt sich automatisch positiv. Stauden und Wasserpflanzen geben wichtige Impulse, die Baumschule braucht Aufmerksamkeit, Balkon- und Beetpflanzen bleiben ein saisonal sensibles Geschäft und Zimmerpflanzen verlangen nach neuen Kaufanlässen.

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