Sturmtief „Nils“ – belastet französischen Gartenbau

Das Sturmtief „Nils“ hat am 12. Februar 2026 große Teile des Südwestens und Westens Frankreichs schwer getroffen. Mit Windböen von über 150 km/h und lang anhaltenden Starkniederschlägen kam es in mehreren Départements zu massiven Überschwemmungen. Besonders betroffen sind Regionen mit hoher gartenbaulicher Produktion – darunter Lot‑et‑Garonne, Gironde und Teile von Nouvelle‑Aquitaine. Viele Betriebe stehen noch immer unter Wasser oder sind nur eingeschränkt erreichbar. In einigen Gebieten ist die Infrastruktur beschädigt, Straßen sind gesperrt, und Materialknappheit erschwert Reparaturen.

Für den deutschen Gartenmarkt ist Frankreich ein relevanter Produktionsstandort, insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Gemüsejungpflanzen und Kräuter aus südwestfranzösischen Betrieben
  • Zierpflanzen und Saisonware aus geschützten Anbausystemen
  • Baumschulware aus Aquitaine und angrenzenden Regionen
  • Logistikdrehscheiben für Ware aus Spanien und Portugal

Durch die Überschwemmungen sind zahlreiche Gewächshäuser, Folientunnel und Freilandflächen beschädigt worden. Erste Rückmeldungen aus der Region deuten darauf hin, dass ein Teil der Frühjahrsproduktion ausfallen oder sich verzögern wird. Auch die Transportwege sind in einigen Bereichen weiterhin gestört, was Lieferketten zusätzlich belastet.

Frankreich war in den vergangenen Jahren vergleichsweise wenig von schweren Unwettern betroffen. „Nils“ trifft die Region daher in einer Phase, in der viele Betriebe keine größeren Schäden erwartet hatten. Die Aufräumarbeiten laufen, doch bis die volle Produktionskapazität wiederhergestellt ist, wird es voraussichtlich mehrere Wochen dauern.

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