VDG-Winterreise 2019 in Wien

 

Auf der diesjährigen Winterreise besuchte der VDG mit über 50 Teilnehmern Wien, die Stadt mit der höchsten Lebensqualität und einem charmanten Flair, sowie 2 sehr interessante Glas-Produktionsstätten in der Slowakei.

 

Gestartet wurde bei strahlend blauem Himmel im Dehner Flagship-Store (12 Mio. Umsatz). Der Filialleiter Herr Schmidt (übrigens ein Dresdner) empfing die Gruppe sehr herzlich und beantwortete sämtliche Fragen nach Zahlen, Daten, Fakten. Das Besondere an diesem Dehner war sicherlich die Führung der Mitarbeiter/innen, durch gegenseitige Wertschätzung und damit verbundene Freiheiten und Loyalität dem Unternehmen gegenüber. Der Kunde und auch wir konnten diese positive Stimmung spüren.

Danach folgte ein Besuch bei der größten österreichischen Gartencentergruppe Bellaflora. Deren Merkmal, wie auch auf der diesjährigen Wintertagung zu hören war, ist das Thema: Nachhaltigkeit in allen Bereichen.

 

Österreichische Spezialitäten konnten auf dem herrlichen Weihnachtsmarkt vor Schloss Schönbrunn verzehrt werden. Im Untergeschoß der Börse wurde die Firma Lederleitner besucht und im Anschluss auch der Concept Store. Das Preisniveau war dort sichtlich ein völlig anderes, als wir es von vergleichbaren Geschäften in Deutschland kennen. Hier hatte man keine Angst vor guten (hohen)Verkaufspreisen.

Jeder Straßenzug Wiens war in ein anderes, funkelndes Lichtermeer getaucht. Unzählige Weihnachtsmärkte, mit diversen Schwerpunkten, lockten die Besucher. Diese vorweihnachtliche Stimmung, der Duft von köstlichen Zuckerbäckerköstlichkeiten verzaubert Jeden.

Kein Wien Besuch ohne “Wiener Schnitzel” und zünftiges regionales Bier. Schon war der 1.Tag vorüber.

 

Am nächsten Morgen hatten wir eine sehr unterhaltsame und interessante Stadtrundfahrt mit einer historischen “BIM”= Straßenbahn. Die Kultur eines Landes prägt die Menschen.

Sehr abwechslungsreich gestalteten sich die weiteren Besuche, z.B. bei Starkl. Dieses in der 4.Generation familiengeführte Unternehmen beeindruckte durch Industriedesign und sehr klar strukturierte Geschäftsbereiche mit persönlicher Handschrift.

 

Beim Mittagessen, in einem chinesischen Restaurant mit holländischem Franchisekonzept, direkt nebenan, kam so Mancher in eine kleine Entscheidungskrise:

120 m Buffett und das zum Teil extra frisch gekocht, 30 verschiedene Süßspeisen, da fiel die Auswahl nicht leicht…

 

Gestärkt ging es zu Rosen Waibel. Erst vor 12 Jahren gegründet, beliefert das Unternehmen sehr erfolgreich u.a. diverse Lebensmittelketten und plant einen Cash und Carry Markt. Sehr herzlich wurden wir von den Inhabern durch die Produktion (u.a. 18 Mio. Schnitttulpen) geführt. Das Frau Waibel eine Floristenmeisterin ist, konnten wir sehr deutlich im Endkundenverkaufsraum sehen. Nicht nur die mitgereisten Floristen waren begeistert. Hier war alles stimmig, Produkte, Design, Vermarktung und die positiv bescheidenen und mutigen Waibels.

Die Orangerie von Lederleitner in Laxenburg gewann durch die viktorianisch anmutende Location. Weiter ging es zur Christbaumkugeln- Produktion in die Slowakei.

 

Übernachtet wurde in einem idyllisch gelegenen Holzhaus-Hotel in den Bergen. Den Begrüßungs-Slibowitz servierte das Team in traditioneller Tracht. Beim Abendessen knisterte das Kaminfeuer, es gab regionale slowakische Spezialitäten (z.B. leckere Piroggen).

Michaela und Martin Sloboda, die Inhaber der Christbaumkugel Produktion, hatten extra eine 5-köpfige Volksmusik-Kapelle engagiert, die unsere Gruppe mit Ihrer Begeisterung ansteckte. Es wurde geschunkelt und teils, jeder in seiner Sprache, mitgesungen.

Wir möchten uns nochmal vielmals bei Michaela und Martin Sloboda bedanken, die diesen schönen Abend mit Musik und Essen für uns organisiert und gesponsert haben!

 

Einmal zu sehen, wie viele Schritte nötig sind, damit wir am Ende eine wunderschöne, einzigartige Weihnachtsbaumkugel an unserem Tannenbaum haben, ist beeindruckend.

Einige Teilnehmer probierten selbst eine Kugel zu blasen oder eine Kugel zu bemalen. So viele Farben und Möglichkeiten. Der Betrieb arbeitet vorbildlich, regelmäßig machen die Mitarbeiterinnen gemeinsam Lockerungsgymnastik. Es wird höchste Konzentration und Geschick benötigt, damit die Kugeln sich gleichen.

Die Wertschätzung für dieses Produkt ist nach dem Besuch sicherlich gestiegen.

 

Genauso wie für die Produkte der Glasfabrik Rona, die wir im Anschluss mit besonderer Genehmigung besuchen durften. Es handelt sich um eine der letzten großen Glasfabriken in Europa. Alle namhaften Hersteller, wie z.B. Rosenthal, Spiegelau, Micasa und viele mehr lassen hier ihre Gläser produzieren. Sowohl die industrielle Fertigung, die Gravurabteilung als auch die manuelle Glasbläserei sind großartige Handwerkskunst.

Das ein oder andere Glas fand im Anschluss seinen direkten Weg nach Deutschland.

 

Zum Abschluss besuchten wir das Gartencenter Livios mit schönem Café.

 

Fazit: Jeder verkauft auf seine Art. Wir haben die unterschiedlichsten Vermarktungsarten gesehen. Es war sehr abwechslungsreich und vielfältig.

 

Fotos: O. Mathys